Bachwanderung durchs Paradies am 18. März 2023

Am Samstag den 18. März 2023 lädt der BUND Paradiesgrund zu einer Wanderung entlang des Paradiesbachs von seiner Quelle im Hartwald bis zum Gablenzer Parkteich ein. Die Strecke umfasst ca 6km, festes Schuhwerk ist ratsam.

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Treffpunkt ist ab 8.30 Uhr / Start um 9 Uhr am Parkplatz der Dänkritzer Schmiede.

Von dort geht es zur Quelle im Hartwald, dann den Bachlauf entlang durch Lauenhain, ab wo uns Lutz Gärtner als ortskundiger Naturschützer begleitet…

*wer möchte kann auch gegen 10 Uhr am Strohlager/Bullenstall Lauenhain oder 10.15 Uhr an der Buswendestelle Lauenhain hinzustoßen*

Weiter geht’s dann über „Ungewiss“ nach Gablenz zum Wanderziel Parkteich, wo sich in gemütlicher Runde Gelegenheit zum Austausch über Eindrücke der Wanderung und die Auswertung der Bachuntersuchung 2022 bietet. Hier wird auch fürs leibliche Wohl gesorgt und man kann gegen einen kleinen Obolus einen Imbiss & Getränke zu sich nehmen.

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Wir möchten mit der Wanderung zum Miteinander „ins Grüne“ locken, wieder mehr Verbundenheit zur Natur ins Bewusstsein rücken und aufzeigen wie wunderbar und schützenswert unsre Umgebung vor eigenen Haustür ist.

Unsre kleine Ortsgruppe Paradiesgrund hat sich 2021 gegründet und fühlt sich dem gleichnamigen Landschaftsschutzgebiet verbunden, für dessen Schutz und  Erhalt sie sich einsetzt.

Zur Zeit sind wir 6 aktive Mitglieder und wünschen uns Zuwachs.

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Fließgewässer erforschen-Wissen schaffen und Gewässer schützen

Die Ortsgruppe Bund Paradiesgrund, untersuchte bereits im letzten Jahr die Vitalität des Paradiesbachs und möchte sich auch in 2023 wieder am Citizen Science „Flow“ Projekt beteiligen und dieses gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Westsachsen und Interessierten Bürgern an einem Abschnitt des Paradiesbachs zwischen Lauenhain & Gablenz umsetzen. 

Das "Bürgerforschungsprojekt" ist eine wissenschaftlich gestützte Untersuchung von kleinen Fließgewässern und trägt dazu bei, gemeinsam mehr Wissen über unsre Bäche und Flüsse und die Zusammenhänge in der Natur zu schaffen, durch aktives Erleben zu begreifen und Gewässer bewusster zu schützen.

Flow ist ein Projekt des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung ( iDiv) des Helmholtz-Zentrums ( UfZ) Leipzig und des BUND ( BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland).

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Im Rahmen des Projekts untersuchen und bewerten lokale Freiwilligengruppen gemeinsam mit einem geschulten Flowteam oder Gruppenleitern die Pestizidbelastung und den ökologischen Zustand von Bächen in ihrer Umgebung. So entsteht ein bundesweiter, standartisierter Datensatz, worauf sich ggf lokale Maßnahmen zum Gewässerschutz ableiten lassen, um sicherzustellen, dass Fließgewässer langfristig erhalten und nachhaltig genutzt werden. 

Im Wesentlichen werden hierbei die Wirbellosen Lebewesen am Gewässergrund mikroskopisch untersucht und bestimmt, deren Vorkommen als wichtiger Indikator auf den Zustand eines Gewässers schließen lässt.

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Die Resonanz im letzten Jahr war ein Erfolg für Gross und Klein. Wir möchten dazu einladen, uns in diesem Jahr bei der Freilandforschung über die Schulter zu schauen und mit uns auf Entdeckungstour zu gehen. 

Ziel ist es, für das Projekt ein regionales Interesse zu wecken und vor allem den Nachwuchs mit ins Boot zu holen, um ein nachhaltiges Bewusstsein für die wertvolle Bedeutung und den Schutz von Gewässern zu entwickeln. 

Hier nochmal ein Einblick in die Feldforschung vom letzten Jahr: 

https://youtu.be/4wZLeeXwkyA

Paradiesbach & Paradiesgrund 

Der Paradiesbach, im einstigen Volksmund „Hartbach oder Gablenze“ genannt, hat seine Quelle im Hartwald Dänkritz und mäandert in seiner ursprünglichen Form als nährende Lebensader, mit einer Strecke von knapp 10 km, durch das über 600 Hektar große Landschaftsschutzgebiet „Paradiesgrund“, welches sich wie ein grünes Band mit traditionellen Kopfweidebeständen über Lauenhain und Gablenz bis nach Frankenhausen erstreckt, wo der Paradiesbach letztlich in die Pleiße mündet. 

Der Paradiesgrund ist eines von 20 Landschaftsschutzgebieten im Landkreis Zwickau und vereint reizvolle Auenbereiche, wertvolle Hangwälder und Feldgehölze mit besonders schützenswerten Biotopen, Trockenhängen, Feuchtwiesen, Kleingewässern und Quellbereichen, die eine standorttypische Flora mit seltenen Pflanzen aufweisen, welche für eine Vielzahl geschützter Tierarten, insbesondere Vögel, Amphibien und Insekten, Rückzugs-, Brut- und Lebensraum darstellen und die stark ausgeprägten Ackerflächen landschaftlich strukturieren.